Guinness
Guinnes ist ein Bier, das bestimmt nicht für alle Geschmäcker geeignet ist. Die einen sagen einfach *Bäh* *Würg* und verziehen das Gesicht, wenn man das Wort "Guinness" nur in den Mund nimmt, den anderen schmeckt es vom ersten Schluck an - entweder man mag es oder man mag es nicht, einen Mittelweg gibt es nicht. Laut meinem Onkel gibt es noch eine Möglichkeit, um Guinness zu mögen: Man säuft sich einen Vollrausch mit dem edlen Schwarzen an... danach mag man es auch *g* - nun ich habs noch bei keinem ausprobiert, ich mochte es von Anfang an!
Geschichte
Im Jahre 1759 übernahm ein gewisser, 34 Jahre junger Arthur Guinness eine kleine, nicht mehr benutzte Brauerei bei der St. James Brücke am Stadtrand von Dublin. Er pachtete sie für sage und schreibe 9000 Jahre für eine jährliche Pacht von 45 Pfund! Nur 10 Jahre nach dem ersten Guinness began Arthur mit den ersten Exporten. über 50 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) von seinem Bier wurden nach England geliefert.
Ursprünglich braute Arthur eher traditionelles irisches Ale. 1799 stand er vor der Entscheidung traditionelles "Irish Ale" zu brauen, oder Stout (Malzbier) - er entschied sich für das Malzbier.
Anfang des 19. Jh wurde das "Guinness" sogar nach Indien verschifft (damals noch engl. Kolonie).
Natürlich gibt es auch kuriose Geschichten rund um das Guinness. Als ein britischer Offizier in der Waterloo Schlacht 1815 verwundet wurde, trank er ein Pint (entspricht in etwa einem Großen Bier bei uns) Guinness, da er davon überzeugt war, dass Guinness die beste Medizin überhaupt sei :) !
1821 wurde ein Guinness mit einem höheren Hopfenanteil gebraut und 1833 war die St. James's Gate Brauerei offiziell die größte in ganz Irland. Zudem war Guinness auch das beliebteste Bier in der Armee.
1855 übernahm Banjamin Lee Guinness, Sohn von Arthur Guinness 2nd, die Brauerei und 1858 bekam "McMullen's" die Lizenz zum Abfüllen von Guinness in der USA.
1862 wurde das Guinness Logo - die O'Neill Harfe - und der Name Guinness als Wahrenzeichen eingetragen.
1920 produzierte die Brauerei bereits über 3 Mio Barrel pro Jahr von ihrem edlen Getränk.
1936 wurde die Guinness Park Royal Brauerei in London eröffnet, die von Sir Giles Gilbert Scott designt wurde, der u.a. auch die bis heute berühmten roten engl. Telefonzellen geschaffen hat.
Seit 1961 gibt es Guinness Draught (Bier vom Fass). Bis dahin wurde Guinness nämlich nur in Flaschen ausgeliefert und 1989 wurden die Berühmten Guinness Cans (Dosen) eingeführt. Die Dosen beinhalten eine Gaskartusche was beim Öffnen der Dose den Effekt eines frisch gezapften Bieres hat. Dieses so genannte "Floating Widget" System erhielt 1991 sogar den "Queen's Award for Technlogical Achievement".
1996 wurde das erste Guinness Pub in China eröffnet.
Guinness - a class of its own
Das Guinness Bier ist sicher etwas Einmaliges und Unvergleichliches. Auf der Guinness Homepage heißt es: "Guinness hat nicht mehr Alkohol und Kalorien, als ein normales Bier! Nur deutlich mehr Charakter!" - Dem schließe ich mich absolut an. Die "Muttermilch der Iren" wird inzwischen in 150 Ländern der Erde getrunken. Das Geheimnis von Guinness liegt in geröstetem Malz. Auch das richtige Einschenken will gelernt sein. Vom Fass sollte Guinness gut gekühlt in einem Winkel von 45° ins Glas fließen. Die bereits erwähnte Guinness Can erzeugt mit dem "Floating Widget" System ein Fass ähnliches Guinness-Erlebnis. Unvergleichbar ist auch die sogenannte Guinness-Brandung, also wenn aus dem cremigen Schaum langsam das schwarze Bier wird!
Verschiedene Variationen
Bei uns gibt es in der Regel zwei Varationen des Guinness Biers. Zum einen natürlich das "Drought", das in den schon beschriebenen Dosen mit dem Mini-Zapfsystems vertrieben wird. Zum anderen gibt es noch das "Extra Stout", das in Flaschen ausgeliefert wird und noch ein wenig bitterer schmeckt, als das "Drought".
In anderen Teilen unserer Erde werden auch noch andere "Versionen" des Guinness vertrieben. So z.B. das "Guinness Special Export Stout" in Belgien mit fast doppelt so viel Alkohol oder das "Malta Guinness", das komplett alkoholfrei ist und etwas süßlich schmeckt.
Auch zum Mixen wird Guinness hin und wieder verwendet. Wer einen "Black Velvet" bestellt, bekommt eiun Getränk, das zu 50 Prozent aus Guinness besteht. Die andere Hälfte wir mit Champagner aufgefüllt - da sag ich nur eins: Schade um das schöne Guinness. Wer einen "Black n Tan" ordert, bekommt eine Muschung aus Guinness und Kilkenny Bier - aber lasst es euch gesagt sein: Ein Guinness wird am besten pur genossen!
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